Hintergrundinformationen zur Reinigung von Photovoltaik-/Solaranlagen

Warum der Selbstreinigungseffekt meist nicht reicht!

Die natürliche Selbstreinigung durch Wind, Regenwasser und Schnee wäscht den Schmutz wie Staub, Sand, Pollen, Blüten, Blätter, Moose und Vogeldreck leider nur zum Teil ab. Insbesondere der Regen bringt aber auch immer wieder neue Partikel mit, so dass schlimmstenfalls eine durchgängige Schicht auf der Anlage verbleibt.

Die jeweilige Verschmutzung fällt je nach Belastungen durch das Umfeld, wie z.B. Landwirtschaft, Verkehr oder auch der Rauch von Kaminen aus der Nachbarschaft unterschiedlich stark aus.
Dass dann die Einspeiseverluste der Anlage 20% oder mehr umfassen ist deshalb nicht verwunderlich.

Weitergehend wird auch die Haltbarkeit der Module an sich durch den Verschmutzungsgrad beeinflusst, denn je nach Produkttyp „brennen“ sich im Laufe der Jahre Staub, Sand oder Pollen in die Module ein.

Gerade bei Anlagen mit Dachneigungen unter 45 Grad ist eine Reinigung unumgänglich - dies zeigt sich bei unserer Arbeit immer wieder!

Wann sollte gereinigt werden?

Neben dem rein optischen Check (sofern möglich) sollten Sie auch Ihre Einspeise-/Rentabilitätsverläufe pro Jahr im Blick haben und vergleichen. Im Gegensatz zur reinen Stundenanzahl an Sonnenlicht an Ihrem Standort und des alterungsbedingten Leistungsverlustes ist die Verschmutzung Ihrer Anlage durch Sie beeinflussbar.

Je nach Anlagenstandort, -aufbau und -typ empfehlen wir deshalb einen Reinigungszyklus zwischen 2-5 Jahren.

Warum beauftragen?

Viele dieser Anlagen befinden sich bauartbedingt meist in schwer zugänglichen Bereichen, weshalb eine professionelle Reinigung mit geeigneten Maschinen unumgänglich ist. Zudem stellt dies auch einen sachgemäßen Umgang mit den Anlagemodulen sicher. Bei uns ist dabei eine Sichtprüfung auf etwaige Beschädiungen inklusive.

Neben des angesprochen Risikos bei der Durchführung in Eigenregie ist auch eine steuerliche Komponente vorhanden, denn eine Solarstrom-/Photovoltaikanlage ist i.d.R. steuerlich als Gewerbe eingestuft. Somit können Sie die Rechnung für unsere Dienstleistung als Ausgabe steuerlich absetzen. Daneben wird die Umsatzsteuer unseres Rechnungsbetrages vom Finanzamt zurückerstattet. Für rechtsverbindliche Aussagen fragen Sie bitte bei dem für Sie zuständigen Finanzamt oder Ihrem Steuerberater nach.